Katarakt - Grauer Star

Was ist das?

Alle optischen Unregelmäßigkeiten und Trübungen der Augenlinse werden als Grauer Star bzw. Katarakt bezeichnet.

Der Begriff ,,Grauer Star" stammt aus dem Althochdeutschen, da der Erkrankte durch einen starren Blick und eine graue Trübung im Pupillen-Bereich auffiel.

Der Fachausdruck ,,Katarakt" ist griechischen Ursprungs und bedeutet ,,Wasserfall". Er basiert auf der Vorstellung, dass die Ursache der Linsentrübung eine sich vor der Linse ausspannende Membran sei, die einem Wasserfall gleicht.

Der Graue Star stellt weltweit die häufigste Erblindungsursache dar. Obwohl in Europa auf Grund der fortgeschrittenen, komplikationsarmen Operationstechniken kaum noch jemand daran erbildet, trifft dies in Entwicklungsländern wegen der fehlenden Operationskapazität für etwa 17 Millionen Menschen zu.

Ursachen: 

  • Altersbedingt: Meist entwickelt sich der Graue Star erst nach dem 60. oder 70. Lebensjahr. In seltenen Fällen kann er aber auch schon ab dem Alter von 50 Jahren auftreten. Aufgrund seiner Häufigkeit könnte man den Grauen Star als Volkskrankheit bezeichnen, tatsächlich handelt es sich aber in den meisten Fällen um eine ,,normale", langsam fortschreitende Alterserscheinung. Bei mehr als 90% der über 65-Jährigen trübt sich die natürliche, ursprünglich klare Augenlinse allmählich ein.
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Medikamentenbedingt
  • Nach Augenverletzungen
  • Angeboren: Dies kann erblich bedingt oder durch Fruchtschädigung des ungeborenen Kindes im Mutterleib währen der ersten 3 Schwangerschaftsmonaten sein. (insbesondere Röntgenbestrahlungen oder Viruserkrankungen wie Röteln, Windpocken und Mumps)
  • Weitere Faktoren können sein: intensive Sonneneinstrahlung, Eiweißmangel, massiver Wasserverlust.

Symptome:

Die Symptome sind abhängig von der Form der Linsentrübung und dem Trübungsgrad.

  • Unscharfes Sehen
  • Zunehmende Blendempfindlichkeit
  • Doppelbilder
  • Verschleiertes Sehen
  • Verändertes Farbensehen

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Operation?

Früher wurde eine Operation nur dann durchgeführt, wenn der Graue Star ,,Reif" war, zumal die optische Korrektur eines linsenlosen Auges nicht unproblematisch und die Operation mit gewissen Risiken behaftet war. 

Heutzutage wird die Staroperation dann vorgenommen, wenn die Linsentrübung das berufliche und private Leben des Patienten deutlich beeinträchtigt. Liegt der Graue Star beiderseits vor, wird zunächst das schlechtere Auge, frühstens eine Woche später das Partnerauge operiert.

Welche Komplikationen können auftreten?

Die Komplikationsrate während der Operation ist sehr gering und liegt weit unter einem Prozent. Die schwerwiegendste Komplikation ist die Infektion des Auges. Mitunter kann sich nach einer Linsenentfernung die hintere Linsenkapsel verdichten, dies ist der sogenannte Nachstar (Kapselfibrose). Sie wird problemlos mit einem Lasereingriff (YAG-Laserkapsulotomie) beseitigt. Netzhautkomplikationen sind ausgesprochen selten.

Ablauf einer Operation des Grauen Stars:

Üblicherweise wird der Eingriff unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Dabei wird das Auge durch eine Injektion (neben das Auge) oder durch spezielle Tropfen schmerzunempfindlich gemacht. Da man aber noch wach ist, bemerkt man, dass am Auge gearbeitet wird. Eine Vollnarkose ist nur in Ausnahmefällen notwendig.

Zusätzlich werden Tropfen verwendet, mit denen die Pupille erweitert wird, dies erleichtert den Ärzten die Arbeit. Damit es nicht zu Infektionen kommt, werden das Auge und seine Umgebung mit einer Desinfektionslösung abgewaschen, ausgespült und anschließend steril abgedeckt.

Der Augenchirurg macht dann einen nur wenige Millimeter großen Schnitt in die Hornhaut des Augen und führt eine kleine Ultraschallsonde ein, mit der die getrübte natürliche Linse verflüssigt und abgesaugt wird. Dabei bleibt die Linsenhülle, der sogenannte Kapselsack, erhalten. Er dient der neuen Linse später als Halterung.

Die neue, zusammengefaltete Kunstlinse wird mittels einer dünnen Kanüle in das Auge eingeführt. Erst dort entfaltet sie sich und wird vom Arzt in den Kapselsack eingesetzt und verankert.

Genäht werden muss bei dieser Operation nichts, auch der Schnitt in der Hornhaut schließt sich wieder von alleine. Am Ende des Eingriffs wird das Auge verbunden, und der Patinet kann beim ambulanten Verfahren direkt nach Hause gehen. Es sind aber später noch einige Kontrolluntersuchungen nötig.

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